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Perl
Perl steht für "practical extraction
and report language", womit eigentlich schon alles
gesagt ist. Ziel des Autors Larry Wall bei der Erstellung
von Perl war es, eine Sprache zu entwickeln, die einerseits
die wichtigsten Programmierbefehle wie Schleifen, Verzweigungen,
etc. enthält und andererseits aber auch die Möglichkeit
bietet, leicht Such- und Ersetzungsoperationen wie in einem
Editor durchzuführen. Somit entstand Perl im wesentlichen
als eine Synthese aus der Programmiersprache C und
den UNIX-Funktionen sed und awk.
Die Programme, die man in Perl schreibt,
werden als ASCII-Files gespeichert (wie ein Shell-Skript)
und erst unmittelbar vor der Ausführung kompiliert.
Dies macht Programme einerseits leicht editierbar und auch
auf andere Rechnersysteme übertragbar, andererseits
zeichnen sich Perl-Programme insbesondere bei Suchfunktionen
durch eine hohe Geschwindigkeit aus. Perl ist public domain und somit (incl.
Source-Code) frei verfügbar. Daher sollte es eigentlich
auf jedem UNIX-System vorhanden sein (meistens als /usr/local/bin/perl).
Außerdem existieren Portierungen für viele andere Rechnersystem
wie Macintosh, Atari, MS-DOS, OS/2, VMS,... , wobei bei Nicht-UNIX-Systemen
meist nicht die gesamte Funktionalität zur Verfügung
steht. Aktuell (Stand Ende 96) ist die Perl-Version 5.003.
Die Nummer der installierten Perl-Version erhält man über "perl
-v".
Ein Perl-Programm wird unter UNIX einfach
mit einem Editor (vi,jot,emacs,...) geschrieben und als
Text-File (ASCII-Code) gespeichert. Um das Skript unter
Perl laufen zu lassen, muss noch das execute-bit der Datei
gesetzt werden, also z.B. chmod u+x
script.pl .
| #!/usr/local/bin/perl -w
print("Just another Perl hacker\n"); |
Ergebnis:
Just another Perl hacker
|
Die erste Zeile beginnt mit einem "#",
was für Perl als Kommentar angesehen und damit nicht
weiter beachtet wird. Diese Zeile dient dazu, der Shell
mitzuteilen, daß es sich hierbei um ein Perl-Programm und
nicht etwa ein Shell-Skript handelt. Der Pfad gibt dabei
an, wo im System perl installiert ist. Als Option für
Perl empfiehlt es sich, immer "-w" anzugeben,
da in diesem Falle umfangreichere Meldungen von Perl geliefert
werden, falls beim Interpretieren des Codes Probleme auftreten. Die letzte Zeile enthält die Perl-Funktion print,
die als Argument eine Zeichenkette erwartet, welche dann
auf dem Bildschirm ausgegeben wird. Das Symbol "\n" führt
an dieser Stelle zu einem Zeilenvorschub. Bei der Funktion print können
(wie bei einigen anderen Perl-Funktionen) die Klammern
auch weggelassen werden:
| #!/usr/local/bin/perl
-w
print "Just another Perl hacker\n"; # (Kommentar) |
Befehle/Funktionen werden in Perl immer
mit einem Semikolon ";" abgeschlossen
(es kann am Ende eines Blocks entfallen). Bei Schreibung
der Funktionen ist stets auf Kleinschreibung zu achten
(wie in UNIX). An jeder Stelle eines Perl-Programms, an
der ein Leerzeichen erlaubt ist, können anstelle eines
einfachen Leerzeichens auch beliebig viele Tabulatoren,
Zeilenvorschübe, etc. stehen.

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