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Netzwerk Active Directory

 

Active Directory

 

Mit Windows 2000 wurde zum ersten Mal das Konzept des Active Directory eingeführt. Beim Active Directory handelt es sich um einen zentralen Verzeichnisdienst, der zur Verwaltung des Netzwerkes, hierzu zählen die Benutzer- und Gruppenkennzeichen sowie Arbeitsplatzcomputer, Server und Drucker, benutzt wird.

Einführung in die Konzepte des Active Directory

Grundsätzlich ist ein Verzeichnisdienst unabhängig vom zugrundeliegenden Betriebssystem. So wird von allen Betriebssystemherstellern ein entsprechender Dienst zur Verfügung gestellt. (Active Directory [Microsoft], Netware Directory Services (NDS) [Novell], Netscape Directory ...) Der Verzeichnisdienst stellt eine zentrale Informationsquelle in einer Organisation (Firma, RWTH Institut / Lehrstuhl) dar. Innerhalb dieser Informationsquelle werden Informationen über die im Netzwerk vorhandenen Computer / Drucker sowie Benutzer und Gruppenkennzeichen verwaltet und Informatione den angemeldeten Benutzern zur Verfügung gestellt. Benutzer können in diesem Verzeichnisdienst nach beliebigen Attributen eines Objektes suchen. So ist es z.B. Möglich nach allen Druckern zu suchen die über spezielle Eigenschaften (beidseitiger Druck, Farboption ...) verfügen.

Dieses kann z.B. von Gästen in einer Organisation benutzt werden, um Resourcen im Netzwerk zu suchen und sich auf diese Art und Weise einen besseren Überblick zuverschaffen. Die Entwicklung eines Verzeichnisdienstes geht zurück bis ins Jahr 1982/1985. Damals sollte ein Verzeichnisdienst implementiert werden, der die vergebenen IP - Netzwerke und deren Administratoren beinhalten sollte. Dieser Verzeichnisdienst ist als Whois-Datenbank bekannt. Die beteiligten Standardisierungsgremien definieren einen Verzeichnisdienst wie folgt: Der Verzeichnisdienst wird durch ein global verteiltes Verzeichnis repräsentiert, das auf hierarchisch angeordneten Objekten mit den zugehörigen Protokollen basiert.

Die Hauptaufgabe eines Verzeichnisdienstes ist die Zuordnung von Namen eines Objektes zu einer Menge von Werten und Eigenschaften. Objekte können hier z.B. Personen, Verteilerlisten, oder auch Anwendungen sein. Ein Anwender kann die Objekte mittels geeigneter Browser beliebig durchsuchen. (Internationale ISO/ITU-T Standards für einen plattformunabhängigen verteilten Verzeichnisdienst)

Aufbau des Active Directory

Die Implementierung des Active Directories lehnt sich an gängige TCP/IP Standards an. So besteht das Active Directory aus mindestens einer Domäne, die entweder ein frei erfundener Name, oder ein vom NIC vergebener Name sein kann. Als Beipsiel kann z.B. rwth-aachen.de dienen. Diese erste Domäne innerhalb eines Active Directory wird auch als Root Domäne bezeichnet. Untergeordnete Domänen (z.B. rz.rwth-aachen.de) können unter die Root Domäne gehängt werden. Diese Domänen bilden zudammen mit der Root Domäne einen Baum (Domain Tree).

Innerhalb einer Domäne werden Ressourcen (Benutzerkennzeichen, Drucker, Computer und ihre zugehörigen Eigenschaften in Organisationseinheiten (organisational units) verwaltet.

Wenn nun ein zweiter Baum z.B.fh-aachen.de ebenfalls von der Domäne rwth-aachen.de verwaltet werden soll, so spricht man von einer Gesamtstruktur oder Forest. Neben der Einteilung des Netzwerkes in Domänen erfolgt eine zweite Einteilung anhand der vorhandenen Netzwerkinfrastruktur. In einem Standort (Site) werden alle Domänen zusammen gefasst zwischen denen eine gute Netzwerkverbindung (10 MBit) besteht. Diese Aufteilung ist wichtig, um die Replikation (dazu später mehr) des Active Directories zwischen mehreren Domänencontroller besser konfigurieren zu können. Aufgrund dieser Struktur sollte klar sein, dass das Active Directory nicht nur zur Verwaltung lokaler Netze dienen kann, sondern dass eine verteilte Netzwerkarchitektur wie das Netz der RWTH Aachen, dass sich nicht nur auf ein Gebäude beschränkt, verwaltet werden kann.

Momentan ist der Bedarf an derart hohen Durchsatzraten im WAN am größten. Beabsichtigt ist daher bei der Einführung eines einheitlichen Standards, diesen im WAN reifen zu lassen, bis sich der in zwei bis vier Jahren vorausgesagte Bedarf im MAN und LAN auch umsatzmäßig bemerkbar macht. Dann könnte man mit den erprobten WAN-Komponenten ohne größere zusätzliche Entwicklungen auch ein riesiges LAN-Marktsegment abdecken. Zwei getrennte Standards dagegen würden den Fortschritt bremsen, während man bei einer Einigung zum Beispiel ganze Server sogar direkt in ein verzweigtes WAN einbinden könnte.

Organisationsstruktur einer Active Directory Domäne Struktur einer Active Directory Domäne die sich über mehrer IP-Adressen Subnetzte verteilt

Sicherheitseinstellungen auf Benutzer- oder Computerebene können mit Hilfe der Gruppenrichtlinien (Group Policies) realisiert werden. Diese Richtlinien werden auf Ebene der Organisational Units angewendet und stehen innerhalb einer Domäne zur Verfügung.

Wie bereits erläutert verwaltet das Active Directory z.B. Benutzer, Computer oder Drucker. Diese werden allgemein als Objekte bezeichnet. Jedes dieser Objekte verfügt über einen spezifischen Satz an Attributen. Alle Attribute eines Objektes werden als Klasse bezeichnet. Alle Attribute, die im Verzeichnis gespeichert sind, werden im Schema definiert. In dieser Definition ist nicht nur das Attribut definiert, sondern auch Regeln die für dieses Attribut gelten. So kann z.B. das Ablaufdatum eines Benutzernamens keine Buchstaben enthalten. Damit ein konsistenter Verzeichnisdienst garantiert werden kann, muss die Definition der Attribute innerhalb eines Baumes eindeutig sein. Um auf das Schema, dass der jeweiligen Struktur zugrundeliegt, zuzugreifen muss zuerst die schmmgmt.dll mit Hilfe des Kommandozeilenprogramms regserv32 im System registriert werden.

 
Darstellung des Schemas hier am Beispiel der Klasse "Computer" und damit verbundener Attribute  

Weitere Informationen zum Schema finden Sie im Knowledgebase Artikel 326310: HOW TO: Manage the Active Directory Schema in Windows Server 2003 Enterprise Edition.

Eine Aufgabe des Verzeichnisdienstes ist es, dem Anwender die Möglichkeit zu geben, nach bestimmten Informationen innerhalb des Netzwerkes zu suchen. Da wie oben beschrieben ein Domänen Baum auf mehrer Standorte aufgeteilt sein kann, muss es einen Mechanismus geben, der es erlaubt, das Verzeichnis schnell nach bestimmten Informationen durchsuchen zu können. Dieser Mechanismus wird vom Globalen Katalog (Global Catalog) realisiert.

Installation des Active Directory

Bevor mit der Installtion begonnen werden sollte, muß geklärt werden, wie die zu installierende Struktur heißen soll. (Ab Windows Server 2003 ist dieser Name im Nachhinein änderbar.) Dieses ist wichtig für das weitere Integrieren von zusätzlichen Diensten in die zu installierende Domänenstruktur. Es gibt verschiedene Möglichkeiten:

  1. Der Name der Struktur ist identisch mit dem eingetragenen Domänennamen im DNS (Domain Naming Service)

    In diesem Fall würde die Windows Domäne z.B. rz.rwth-aachen.de heißen. Sollten Sie über eine homogene Windowsinfrastruktur verfügen ist dieses eine gute Namenswahl. Für den Augenblick und die Zukunft bedeutet dies hingegen, dass Sie keinen anderen Verzeichnisdiesnt im lokalen Institutsnetz betreiben werden. Ebenfalls gibt es Probleme wenn in einer derartigen Domäne ein Microsoft Exchange Server betrieben werden soll ohne den Mitarbeitern des Institutes die Möglichkeit zu nehmen, ihre Mails auf dem zentralen Mailserver der RWTH Aachen zu verwalten, da die Maildomäne gleichzeitig der Name der Windowsdomäne ist.

  2. Der Name der Struktur ist eine untergeordnete Domäne im Sinne des DNS
  3. Hierbei heißt die Windows Domäne z.B. win.rz.rwth-aachen.de. Nach unserer Überzeugung ist dieses die flexibelste Art eine Windows Domäne zu betreiben, da an diesen Namen keine weiteren Dienste (z.B. Maildomäne vgl. 1.) gebunden ist.

In beiden Fällen mussüberlegt werden auf welcher Ebene die notwendigen DNS-Einträge für den Betrieb des Active Directory gespeichert werden. Auch hierbei gibt es zwei verschiedene Ansätze:

  1. Die notwendigen DNS-Einträge werden im zentralen DNS Server der RWTH Aachen gepflegt.

    Hierzu müssen Sie die Datei netlogon.dns aus dem Verzeichnis %systemroot%\system32\config an hostmaster@rwth-aachen.de schicken. Damit die notwendigen Einträge in den globalen DNS Server eingetragen werden können. Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass im lokalen Institutsnetz kein DNS Dienst installiert und konfiguriert werden muss. Hier entfällt für den lokalen Administrator sowohl die Arbeit der Konfiguration als auch die der Wartung eines derartigen Dienstes. Der Nachteil dieser Variante liegt aber in der Tatsache, dass die Einträge im DNS Server vorliegen müssen wenn ein zweiter Domänenconroller installiert werden soll. Hier liegt also eine gewisse zeitliche Abhängigkeit vor.

  2. Die notwendigen DNS-Einträge werden auf einem der Domänencontroller verwaltet.

    Dem lokalen Administrator bietet diese Möglichkeit größtmögliche Flexibilität da er vom Administrator des zentralen DNS nicht abhängig ist, und somit selbständig Änderungen vornehmen kann ohne diese jedensmal an hostmaster@rwth-aachen.de schicken zu müssen. Dieser Vorteil ist aber gleichzeitig auch ein Nachteil, da sich der lokale Administrator zusätzlich noch um die Installation und Wartung des DNS Dienstes kümmern muss.

Wenn diese Fragen geklärt sind, kann mit der Installation begonnen werden.

Installation des Active Directory

Zur Installation des Active Directory wid das Programm dcpromo verwendet. Dieses wird mit der Installation von Windows Server gleich mitinstalliert. Zur Installation des Active Directories werden Administratorrechte benötigt.

Schritt 1:

Nach dem Starten von DCPROMO wird der Installationsassistent für das Einrichten des Active Directory gestartet

Schritt 2:

Es wird festgelegt ob der einzurichtende Domänencontroller der Erste einer Domäne ist oder ob es bereits einen Domänencontroller gibt.

Schritt 3:

Es wird festgelegt ob die neu zu erstellende Domäne zu einer bereits bestehenden Struktur gehört.

Schritt 4:

Es wird festgelegt ob die neu zu erstellende Domäne zu einer bereits bestehenden Gesamtstruktur gehört.

Schritt 5:

An dieser Stelle muss der Name der neu zu erstellenden Domäne eingetragen werden.

Schritt 6:

Neben dem Domänennamen (Schritt 5) wird ebenfalls noch ein NetBIOS-Name der Domäne benötigt. Dieser wird aus Kompatibilitätsgründen zu Windows NT 4.0 Server benötigt.

Schritt 7:

Zu dieser Installationsphase sind bereits alle, für die Konfiguration des Active Directory notwendigen Angaben gemacht worden. Nun werden noch Installationsparameter abgefragt. Im ersten Teil wird gefragt in welchem Verzeichnis die Active Directory Datenbank zusammen mit den LOG-Dateien gespeichert werden soll. Die hier gemachten Angaben können später mit Hilfe des Programms ntdsutil.exe geändert / angepasst werden.

Schritt 8:

In diesem Installationsschritt wird nach dem Sysvol-Ordner gefragt. In diesem Verzeichnis werden später unter anderem Teile der Gruppenrichtlinien abgelegt.

Schritt 9:

Nun wird gefragt ob der DNS Dienst während der Installaltion des Active Directory ebenfalls eingerichtet werden soll. Wenn Sie sich dazu entschließen, den DNS selbst auf einem Ihrer Domänencontroller zu installieren so können Sie an dieser Stelle die Installation veranlassen. (Es wird der Installationsdatenträger benötigt)

Schritt 10:

Im letzten Schritt der Konfiguration wird nach den Berechtigungen gefragt. Sie können an dieser Stelle während der Installation des Active Directory beeinflussen wer Daten des Verzeichnisdienstes lesen darf.

Schritt 11:

Das hier einzutragende Kennwort wird z.B. für ein Starten im Active Directory restoremode benötigt. Es kann im folgenden nicht mehr geändert werden. Daher ist hier Vorsicht geboten!

Schritt 12:

Abschließende Kontrolle aller gemachten Eingaben und anschließend beginnt die Installation.

Im Kowledgebase Artikel 238369 "HOW TO: Promote and Demote Domain Controllers in Windows 2000" wird beschrieben wie das Active Directory unter Windows 2000 installiert werden kann. Analog dazu beschreibt der Artikel 324753 "HOW TO: Create an Active Directory Server in Windows Server 2003" den Installationsvorgang unter Windows Server 2003.

Gruppenrichtlinien

Was sind Gruppenrichtlinien?

Seit Windows NT 4.0 gibt es die Möglichkeit auf einem Domänencontroller Einstellmöglichkeiten abzulegen, die Einfluss auf die Konfiguration bzw. das Erscheinen der Windows Oberfläche auf den angemeldeten Benutzer haben. Damals wurde diese Möglichkeit als Systemrichtlinie bezeichnet. Einer der Nachteile war es, dass die Einstellungen die in Systemrichtlinien vorgenommen wurden in die Registry des Benutzers übernommen wurden. Dieses führte in der Praxis dazu, dass einmal gemachte Einstellungen nur noch schwer zurückgenommen werden konnten. Dieses Systemverhalten wurde als „Tattooing der Registry“ bezeichnet. Ab Windows 2000 ist das Konzept der Systemrichtlinien durch das der Gruppenrichtlinien abgelöst worden. In einer Standardinstallation stehen dem Administrator durch Konfiguration der Gruppenrichtlinien ca. 600 Einstellmöglichkeiten sowohl für Computerobjekte als auch für Benutzerobjekte zur Verfügung.

Wie funktionieren Gruppenrichtlinien und was genau kann konfiguriert werden?

Bei Windowsbetriebssystemen werden Konfigurationseinstellungen in der Registry gespeichert. Die Registry ist somit eine zentrale Komponente des Betriebssystems, die zur Verwaltung sowohl von computer- als auch benutzerspezifischen Einstellungen benutzt wird. Da das Ziel der Netzwerkverwaltung unter anderem darin besteht, stabile und einheitlich konfigurierte Systeme den Anwendern zur Verfügung zu stellen, muss auf diese Konfigurationsdaten von übergeordneter Stelle zugegriffen werden, um an zentraler Stelle Einfluss auf die Konfiguration zu nehmen. Genau an dieser Stelle setzt das Konzept der Gruppenrichtlinien an.

Wie in der Registry (HKEY_LOCAL_MACHINE und HKEY_CURRENT_USER) die Konfigurationsdaten zwischen computerspezifisch und benutzerspezifisch getrennt werden, so findet sich diese Trennung auch bei der Konfiguration der Gruppenrichtlinien (Computerkonfiguration und Benutzerkonfiguration) wieder. Computerspezifische Konfigurationseinstellungen werden beim Starten des jeweiligen Computers ausgewertet und in die lokale Registry übernommen, wohingegen benutzerspezifische Konfigurationseinstellungen beim Anmelden des jeweiligen Benutzers ausgewertet werden. Konfigurationseinstellungen, die über Gruppenrichtlinien gesetzt werden, werden an einer bestimmten Stelle der Registry gespeichert. Damit wird erreicht, dass die Einstellungen die über die Gruppenrichtlinien vorgenommen werden nicht permanent im Registryzweig des Benutzers oder des Computers gespeichert werden.

Konfigurieren können Sie die Gruppenrichtlinien über das Snap-In Gruppenrichtlinien der mmc (Microsoft Management Console)

mmc.exe mit dem Snap-In Gruppenrichtlinien

Jeweils für die Computereinstellungen und Benutzereinstellungen gibt es den Bereich der Administrativen Vorlagen. Diese Vorlagen basieren auf .adm Dateien die wiederum im ASCII-Format abgespeichert sind. Der Aufbau dieser Dateien ist offen und somit kann ein Administrator, wenn er Programme zentral konfigurieren möchte, die zwar über Registryeinträge verfügen aber keine eigenen .adm Dateien mitbringen, selber welche erstellen.

Welche Abarbeitungsreihenfolge ist zu beachten?

Gruppenrichtlinien werden im Active Directory gespeichert und verwaltet. Durch die hierarchichen Strukturen des Active Directories muss es eine festgelegte Abarbeitungsreihenfolge der einzelnen Gruppenrichtlinien geben.

Abarbeitungsreihenfolge der Gruppenrichtlinien

Was braucht ein Administrator um effektiv mit Gruppenrichtlinien zu arbeiten?

Aufgrund der sehr hohen Komplexität der Gruppenrichtlinien ist es wichtig, dass eine Dokumentation der Einstellungen, die in den jeweiligen Gruppenrichtlinien vorgenommen wird, erstellt wird. Hierbei kann auf Programme zurückgegriffen werden, die diese Dokumentationsarbeit automatisieren.

Produkt

Beschreibung

Fazam 2000 Reduced Function Version

Das Produkt Fazam der Firma FullArmor wird in einer Demoversion im Resource Kit zu Windows 2000 zur Verfügung gestellt.

Group Policy Management Console

Diese Konsole hilft bei der Konfiguration von Gruppenrichtlininen auf einem Windows Server 2003. Sie lässt sich aber auch auf einem Windows XP System installieren, um von diesem Arbeitsplatz aus die Gruppenrichtlinien zu administrieren.

Wo werden Gruppenrichtlinien gespeichert?

Ein Gruppenrichtlinienobjekt wird über seine GUID (Global Unique Identifier) identifiziert. Sein Inhalt teilt sich in zwei Teile, den Group Policy Container und den Group Policy Template. Der Group Policy Container wird im Active Directory abgelegt, wohingegen das Group Policy Template im Dateisystem im sysvol Verzeichnis gespeichert wird. Einstellungen, die über die administrativen Vorlagen im Gruppenrichtlinienobjekt konfiguriert werden, betreffen sowohl einen Arbeitsplatz (Computerkonfiguration) als auch einen Benutzer (Benutzerkonfiguration). Vorgenommene Konfigurationen werden in der Datei registry.pol im Dateisystem abgelegt. Diese Datei befindet sich im Verzeichnis Computer und/oder User des Gruppenrichtlinienobjektes, je nachdem ob Computerkonfigurationen oder Benutzerkonfigurationen vorgenommen wurden. Neben den beiden genannten Verzeichnissen Computer und User gibt es noch das Verzeichnis Adm. In diesem Verzeichnis werden die Administrativen Vorlagen gespeichert.

Weitergehende Informationen sind im Resource Kit (auch im Rahmen der Technet erhältlich) zu finden.

Was sind Administrative Vorlagen?

Unter einer administrativen Vorlagen ist eine Textdatei zu verstehen, die in die Konsole Gruppenrichtlinie eingebunden werden kann, um Konfigurationen für Benutzer und Computer festzulegen. Da der Aufbau dieser Textdatei offen gelegt ist, ist es möglich, die vorhandenen Administrativen Vorlagen an eigene Bedürfnisse anzupassen oder zu erweitern.

Weitere Literaturquellen

Microsoft Windows 2000 Server - Verteilte Systeme - Die Technische Referenz - ISBN 3-86063-273-6

 

 

 

Copyright © 2004 -2006 by Stefan Reiser . Alle Rechte vorbehalten.

 
 
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