Gesucht wird die MAC-Adresse eines anderen Rechners:
Will ein Rechner einen IP-Partner rufen und nur dessen IP-Adresse ist bekannt, so wird ein ARP-Ruf (ARP Request) per MAC-Broadcast an alle Stationen des LANs gesendet; damit wird die LAN-Station, welche die gewünschte IP-Adresse besitzt, aufgefordert, ihre MAC-Adresse zurück zu geben (ARP Reply).
Das Border Gateway Protocol (englisch, zu deutsch etwa Grenzknotenprotokoll) beschreibt, wie sich Router untereinander die Verfügbarkeit von Verbindungswegen zwischen den Netzen propagieren.
Die Stärke des BGP-Protokolls liegt darin, verschiedene optionale Routing-Pfade in einer einzigen Routing-Tabelle zu vereinen. Das Border-Gateway-Protokoll ist wie das EGP, das von BGP abgelöst wird, ein Protokoll für das Routing zwischen autonomen Systemen (AS). BGP unterstützt eine Metrik und kann intelligente Routing-Entscheidungen treffen. Es muss mit einem internem Routing-Protokoll zusammenarbeiten, zum Beispiel OSPF, um die Erreichbarkeit des BGP NEXT_HOP für das AS sicherzustellen. Insbesondere wird die Routen-Aggregierung mit CIDR unterstützt.
Die BGP-Information enthält alle Daten über den kompletten Pfad zwischen den autonomen Systemen. Anhand dieser Information erstellt das Protokoll einen Graphen, der die Vernetzung der verschiedenen autonomen Systeme darstellt und eine Schleifenbildung des Routings ausschließt. Das Routing-Update, bei dem ein BGP-Router mit anderen BGP-Systemen in Verbindung steht, wird mittels TCP übertragen. Die vom BGP verwendete Metrik basiert auf Informationen, die der Netzverwalter den Routern bei deren Konfiguration zuweist, sowie auf den physikalischen und übertragungstechnischen Parametern.
Da jeder BGP-Router über Routen-Informationen von anderen, insbesondere der benachbarten BGP-Routern verfügt, baut sich jeder BGP-Router eine Datenbank für die Routen zu allen erreichbaren autonomen Systemen auf.
Das BGP-Protokoll ist in RFC 1163 beschrieben. In der derzeit eingesetzten Version 4 ist es im RFC 1771 beschrieben. 1991 wurde im RFC 1269 die Border Gateway Protocol (Version 3) MIB veröffentlicht. Diese Variablen ermöglichen das Management von Geräten, die das BGP-Protokoll als autonomous System Routing Protocol unterstützen
Das Transmission Control Protocol/Internet Protocol kurz TCP/IP bezeichnet eine ganze Reihe von Protokollen, die die Verbindung von Computern in unterschiedlichen, herstellerunabhängigen, heterogenen Netzwerken ermöglichen.
TCP/IP wurde ursprünglich für das US-Verteidigungssystem entwickelt, um Computer in unterschiedlichsten Systemen miteinander zu verbinden.
Mittlerweile ist TCP/IP ein internationaler Standard und wird von fast allen Herstellern unterstützt. Besondere Bedeutung gewann die TCP/IP Protokol- familie als Basis Protocol für das Internet.
Innerhalb TCP/IP ist das TCP für die fehlerfreie Zustellung der Daten- pakete verantwortlich (Ebene 4 der OSI-Schichten, Transportschicht).
Das IP übernimmt die Übertragung der Datenpakete, ohne sich dabei um die Ankunft beim Empfänger, einen optimalen Weg oder eine bestimmte Reihenfolge zu kümmern (Ebene 3 der OSI-Schichten, Netzwerkschicht).
Zum Thema TCP/IP gibt hier eine ausführliche Informationen
TCP/IP-Referenzmodell
TCPIP-Installation
SNMP ist die Abkürzung für Simple Network Managment Protocol (deutsch "Einfaches Netzwerkverwaltungsprotokoll") und ein Teil der Internet Protokolle, die von der Internet Engineering Task Force definiert wurden. Das Protokoll dient der Verwaltung und Überwachung von Netzelementen, die überwiegend aus dem LAN-Bereich stammen (z.B. Router, Server, etc). SNMP überträgt und verändert Managementinformationen und Alarme. In LANs kann ein spezieller SNMP-Management-Server diese Management-Informationen sammeln und auswerten, damit der Netzadministrator die Übersicht über die wichtigsten Ereignisse im LAN behält.
SNMP kennt die folgenden Befehle:
* GET, zum Abrufen eines Management Datensatzes aus der MIB
* GETNEXT, um mehrere Datensätze nacheinander abzurufen
* SET, um einen Datensatz
in die MIB eines Netzelements zu schreiben.
* TRAP, um zu definieren, dass ein Netzelement (z.B. ein switch)
die Management Station über bestimmte Ereignisse spontan informiert, ohne dass ein Abrufen notwendig ist
(MIB ist die Management Information Base)
SNMP version 2 existierte eigentlich nie, SNMP 3 ist die aktuelle Version
Ein Protokoll aus dem Hause IBM, das ursprünglich dem Anschluß von Terminals an den Großrechner diente (LU 6.1).
Das Protokoll wurde erweitert, um Prozeßkommunikation zu ermöglichen (APPC: Advanced Program-to-Program Communication auf der Basis von LU 6.2). Implementationen liegen neben dem Host auch für AS400, AIX und OS/2 vor. Die Programmierung leidet unter einer etwas uneinheitlichen Schnittstelle. Auch die Konfiguration erschwert die Verwendung. Inzwischen ist auch ein Host in der Lage mit TCP/IP umzugehen, so daß die Anzahl der LU 6.2-Anwendungen zurückgeht.
ICMP ist die Abkürzung für "Internet Control Message Protocol". Mittels ICMP werden Steuerbefehle durch das Internet geschickt. Diese Steuerbefehle werden in normale IP-Pakete verpackt und so zwischen Routern und Hosts ausgetauscht. Diese Befehle werden beispielsweise für den ping-Befehl gebraucht. Ein ICMP-Befehl setzt sich immer zusammen aus einem Typ, einem Code und den ersten 8 Bytes des IP-Headers, bei dem ein Fehler aufgetreten ist.
Dies sind die Befehle von ICMP:

Das Internetwork Protocol Exchange kurz IPX gehört ebenso wie das NetBIOS zu den Anwenderprogramm-Schnittstellen und wird vom NetBIOS für die Übertragung der Daten verwendet.
IPX ist auf der Netzwerkschicht (Ebene 3 der OSI-Schichten) angesiedelt und übernimmt die Aufspaltung der Daten in entsprechende Datenpakete und deren Wiederzusammenführung.
Das Sequenced Packed Protocol Exchange kurz SPX ist eine Erweiter- ung des IPX und überwacht mittels entsprechender Fehlerprüfungen die korrekte Übertragung der Daten.
IPX/SPX benötigt zwingend das Netzwerkbetriebssystem NetWare der Firma Novell.
Die von der französischen Telefongesellschaft (Comité Consultatif Inter- national Télégraphique et Téléphonique, kurz CCITT) geschaffenen und international verbindlichen Normen X.25 und X.75 sind zum Standard bei der Datenübertragung geworden.
X.25 bezeichnet dabei ein paketorientiertes Verfahren, das
für jede Punkt-zu-Punkt Übertragung geeignet ist, das heißt
die einzelnen Datenpakete werden unabhängig voneinander
von Station zu Station bis zum Empfänger geschickt.
Das Einsatzgebiet von X.25 liegt weniger im LAN- Bereich,
sondern bei Datenverbindungen über weite Strecke, wie wir
sie Z.B bei WAN´s und GAN´s finden. Als Beispiel mag hier
das Datex-P Netz der Telekom dienen, das nach dem Prinzip
eines Routers arbeitet und in das man sich über ISDN oder
analoge Leitungen einwählen kann.
X.75 ist ein paketorientiertes, synchrones Protokoll das
sich stark an das OSI-Schichtenmodell anleht und auf der Verbindungsschicht
arbeitet (2-Ebene OSI Schichtenmodell,
Data Link Layer).
Es wird zum Beispiel bei ISDN-Verbindungen für die Datenübertragung
auf den B-Kanälen angewandt und unterstützt
Verbindungen bis 64kBit/s.
NetBEUI ist ein Transportprotokoll, das als eine Erweiterung von NetBIOS (Network Basic Input/Output System) von Microsoft dient. Da NetBEUI für eine frühere Generation von DOS-PCs entwickelt worden ist, ist es klein, einfach zu implementieren und relativ schnell. NetBEUI ist jedoch nicht routingfähig, da es für kleine, isolierte LANs entwickelt worden ist. Angesichts der unterschiedlichen und miteinander verbundenen Netzwerkverbunde ist es daher nicht mehr so ganz zeitgemäß. Bei neuen LANs sollte NetBEUI nicht mehr eingesetzt werden.
Der NDIS-Standard erlaubt .
Das sogenannte Network Basic Input/Output System kurz NetBIOS Software- Modul ist eine Standard-Schnittstelle, die den Zugriff der einzelnen Stationen im Netz auf die vorhandenen Betriebsmittel, wie Drucker, Streamer usw. regelt.
Das NetBIOS ist auf den Netzwerkkarten implementiert und wird häufig auch als Application Programmer Interface kurz API oder Anwenderschnittstelle bezeichnet, da sie die vom Anwender an das Netzwerk gerichteten Aufrufe entsprechen weiterleitet.
NetBIOS arbeitet auf der Transportschicht (Ebene 4 der OSI-Schichten) und überwacht unter anderem den Datenverkehr mittels entsprechender Fehlerprotokolle.
Protokoll zur Herstellung von virtuellen privaten Multiprotokollnetzwerken (VPN). Es erlaubt Remote-Usern den gesicherten (verschlüsselten) Zugriff auf Daten im Firmennetz über das Internet.
So können sich z.B. Außendienstmittarbeiter per Laptop, V.34-Modem oder ISDN-Adapter, PPP und PPTP bei einem ISP einwählen und via Internet sichere Verbindungen zum Firmennetz herstellen. PPTP erlaubt so preiswerte, private Verbindungen zu Firmennetzen über das öffentliche Internet.
Kosten können besonders dann gespart werden, wenn statt einer Fernverbindung zum Firmennetz ein örtlicher ISP angewählt werden kann.
Damit kann PPTP auch zum Outsourcing von Dial-up-Lösungen dienen. Der lokale Anruf wird in ein Hardware-Gerät (FEP) weitergeschaltet, das sich in der gleichen Stadt wie der Anrufer befindet. Der FEP kann dann die Datenpakete in eine andere Stadt über WAN (z.B. Frame Relay) zum Server des Firmennetzes weiterleiten. Dies tut der FEP indem er die vom Nutzer kommenden PPP-Pakete durch das WAN tunnelt.
Weil PPTP eine Vielzahl von Protokollen (IP, IPX, NetBEUI) unterstützt, kann damit auf die große Vielfalt existierender LAN-Infrastruktur zugegriffen werden. Dabei sind keine Änderungen in der Adress-Struktur der Netzwerke notwendig.
PPTP wurde von der Firma Microsoft entwickelt und ist erstmalig in Windows NTAS 4.0 enthalten.
Zur Authentifizierung von Nutzern benutzt PPTP existierende Authentifizierungsprotokolle im Windows NT RAS - PAP und CHAP. MS-CHAP unterstützt den MD4-Hash-Algorithmus oder das DES-Verfahren, das auch im LAN-Manager verwendet wird. Zusätzliche Authentifizierung kann im POP des ISP implementiert werden.
Auch zur Verschlüsselung nutzt PPTP die Möglichkeiten von PPP.
Wenn ein User über CHAP beim entsprechenden Netzwerk-Server authentifiziert wurde, so erhält er einen Session-Key mit dem die Daten verschlüsselt werden. Die Microsoft-Implementation von CCP (Compression Control Protocol) besitzt ein Bit, das die Verwendung von Verschlüsselung signalisiert. RAS-Clients können Verbindungsanforderungen nur mit eingeschalteter Verschlüsselung vornehmen. Ob Verschlüsselung dann nach der Verbindungsaufnahme weiter benutzt werden soll, wird im RAS-Server konfiguriert. PPTP-Sessions über das Internet sollten immer mit eingeschalteter Verschlüsselung erfolgen.
Die Verschlüsselung erfolgt über RSA RC4 mit einem 40-Bit-Session-Key außerhalb und einem 128-Bit-Session-Key innerhalb der USA. USA-Exportgesetzte stufen 128-Bit-Verschlüsselungstechnik als militärische Technologie ein.
Der Server Message Block (SMB) ist der "Umschlag", über den die Netzkommunikation in einem Microsoft- oder OS/2-Netz abläuft. SMB wird auf ein anderes Netzprotokoll aufgesetzt. Dies kann NetBIOS, IPX oder TCP/IP sein.
Die freie Software SAMBA
realisiert SMB auf der Basis von TCP/IP auch unter UNIX-Maschinen. Auf diese Weise kann beispielsweise ein LINUX-Rechner im Netz einen Windows NT-Server ersetzen.
Im Betriebssystem der Macs ist bereits alles vorhanden, um ein Peer To Peer Netzwerk aufzubauen. Das AppleTalk arbeitet in der einfachsten Version über die serielle Schnittstelle des Rechners. Sollen nur zwei Rechner gekoppelt werden, reicht es, sie mit einem Druckerkabel (Drucker werden auf dem Mac ebenfalls seriell angesteuert) zu verbinden. Um mehrere Rechner zu verkoppeln, sind spezielle Knoten erforderlich, die ähnlich einem Transceiver das Netzkabel durchschleifen und eine Verbindung zum Rechner haben. Diese Hardwarekonfiguration wird auch standardmäßig verwendet, wenn ein Drucker von mehreren Macs gemeinsam genutzt werden soll.
Statt der seriellen Schnittstelle kann auch ein Ethernetanschluß verwendet werden. In Mac-Kreisen wird das dann EtherTalk genannt.
AppleTalk arbeitet auf den Ebenen 7-3 des OSI-Schichtenmodells.
Durch das starke Wachstum des Internets und die Annäherung der Hostzahlen an die momentanen Möglichkeiten der IP-Adressierung soll in Zukunft die momentane Version 4 durch eine leistungsstärkere abgelöst werden. IPv6 (1995/96 zum Standart RFC1883) soll der wachsenden Leistungsanforderung im Internet gewachsen sein.
Zu Anfangszeiten des Internets schienen bei etwa 1000 aktiven Rechnern die Möglichkeiten über 4 Milliarden Adressen vollkommen ausreichend. Durch das Wachsen des Internets ist dies zwischenzeitlich nicht der Fall. Hierzu wird die Adressauflösung von 32 auf 128Bit erhöht. Dadurch können in Zukunft etwa 2^128 bzw. 3.4*10^38 Adressen verwaltet werden. Die Anzahl der Felder im Header sinkt von 13 auf 7 um die Routing-Geschwindigkeit zu erhöhen. Weitere Informationen werden auf zusätzliche Header ausgelagert.
IPv6 soll in Zukunft auch bestimmte Dienste im Internet besser unterstützen. V.a. bei Video- und Audiodaten sollen Möglichkeiten einer Echtzeitübertragung geschaffen werden. Hinzu kommen Funktionen, die die Sicherheit der Datenübertragung stützen sollen.
Die Adresse sieht dann wie folgt aus:
xxxx:xxxx:xxxx:xxxx:xxxx:xxxx:xxxx:xxxx
Nullen können zusammengefasst werden:
1234:0000:0000:0000:0000:0000:0000:1234 = 1234:0:0:0:0:0:0:1234 = 1234::1234
bzw.
63.254.4.0.2.128.0.0.0.0.0.0.0.0.0.1 = 3ffe:400:280:0:0:0:0:1 = 3ffe:400:280::1
Kompatibilität zu IPv4:
195.26.159.14 -> ::ffff:195:26:159:14 = ::ffff:c31a:9fe
Die Loopback Adresse:
::1 (anstelle 127.0.0.1)
Das Internet besteht aus mehreren Netzen die über die ganze Welt verteilt sind. Die "Hauptadern" des Internets sind die s.g. Backbones (Rückgrat). Sie bestehen aus Routern und sind über Hochleistungsleitungen miteinander verbunden. So kann man z.B. ein US-Backbone und ein European-Backbone unterscheiden. Diese sind über sehr leistungsfähige Transatlantic-Leitungen miteinander verbunden.
An die Backbones schliessen dann weitere Netzwerke an, z.B. die von Universitäten oder Providern. Über das IP wird der Datenfluss zwischen den Routern gesteuert und kontrolliert. Die Hauptaufgabe besteht somit darin, aus großen Informationseinheiten kleinere Pakete zu bilden und diese auf verschiedenen Wegen sicher vom Host zum Ziel zu übertragen. Die Daten wandern so über verschiedene Netzwerke. Das IP an sich besitzt aber keinerlei Kontrolle über die Zustellsicherheit der einzelnen Pakete. Diese werden einfach vom Host ins Netzwerk gesendet.
Das IP hat folgende Aufgaben:
Die Aufteilung in Pakete
Zuordnung zu einer Adresse nach einem festgelegten Schema
Die Übertragung der Daten an die Netzwerkschicht
Die Weiterleitung der Daten über die einzelnen Router und Netzwerke (Routing)
Die Zusammensetzung der empfangenen Daten beim Ziel
Ein solches Paket wird Datagramm genannt. Es besteht aus der zu übertragenen Information und einem ihr vom IP angefügten HEADER. Der HEADER hat eine feste Größe von 20 Byte und enthält alle notwendigen Informationen für den Datentransport.
Das Hyper Text Tranfer Protocol (V1.1 - RFC2616) basiert ebenfalls auf TCP/IP und ist somit auch Verbindungsorientiert. Das HTTP ist das zugrundeliegende Protokoll für das WWW in der Application Layer. HTTP übermittelt Daten vom Webserver zum Webbrowser und umgekehrt. Übertragen werden HTML-Dokumente (HyperText Markup Language) sowie einige Erweiterungen wie Bilddateien, Audiodateien etc. Die Spezialisierung der zusätzlichen Formate finden auf Browser und Server über die s.g. MIME.Types statt. Zwischen Browser (Client) und Server wird über das TCP/IP eine Verbindung hergestellt und über die URL (Unified Ressource Locators - Format für Pfadangaben im Internet) wird eine bestimmte Datei aufgerufen. Diese Datei besteht meistens aus HTML-Code und anderen implementierten Datenformaten wie z.B. .jpg, .png oder .gif als typische Bildformate im Internet.
Sind die Daten an den Browser übermittelt, wird die Verbindung zum Server wieder beendet. Um Daten vom Server anzufordern wird zuerst die Initial Request Line gesendet. Diese besteht aus dem Aufruf einer bestimmten Methode. Die Methode zum Anfordern heißt GET. Anschliessend folgt die Pfadangabe auf dem Server für das gesuchte File, dann die benutzte HTTP-Version.
GET /path/to/file/index.shtml HTTP/1.0
Um größere Datenmengen zu übergeben wird die POST-Methode verwendet. Hier werden Daten nicht über die URL sondern im Kontext der Anfrage übertragen.
Mit der PUT-Methode können Daten unter der angegebenen URL abgelegt werden, wenn dieses der Server zulässt.
Das Simple Mail Transfer Protocol ist das Protokoll für das Versenden von E-Mail (electronic mail) und ebenfalls in der Aplication Layer über Port 25 zu finden. Zum E-Mail versenden werden zusätzlich zwei Komponenten benötigt. Zum einen der Message Transfer Agent und zum anderen der User Agent. MTA sorgt für die Übermittlung im Internet und benutzt dazu SMTP. UA wird vom User zum Erstellen und Verwalten von E-Mails auf dem Rechner benutzt und kontaktiert zum Senden und Empfangen der E-Mails einen MTA (lokaler MTA). Ankommende E-Mails werden in entsprechende Mailboxes abgelegt.
Nach einem Verbindungsaufbau wartet der Sender-MTA auf eine Nachricht "220 READY FOR MAIL". Danach wird der Befehl HELO zurückgesendet und es wird eine Identifikation des Empfänger-Servers erwartet. Danach begint die eigentliche Datenübertragung.
Einige Befehle (alle auf vier Buchstaben beschränkt):
-
HELP - Liste aller verfügbaren Befehle
-
HELO - Senderindentifikation
-
MAIL - Beginn der Transaktion
-
RCPT - Identifikation des Empfängers
-
VRFY - Bestätigung der Benutzeridentifikation
-
DATA - Beginn des Datentransfers
-
NOOP - No Operation (OK erwartet)
-
QUIT - Ende der Verbindung
Das USENET ist das größte Newsnetzwerk das am Internet hängt. Die einzelnen News werden zwischen den s.g. Newsservern über das Network News Transfer Protocol (RFC977) ausgetauscht. Es ist von den Grundfunktionen an das SMTP angelehnt. Die Nachrichten werden aber nicht zwischen einzelnen Personen, sondern zwischen den Newsservern ausgetauscht.
Hier besteht die Möglichkeit über Newsgroups, bestehend aus Experten eines Themengebietes, Informationen anzufordern bzw. eigene Fragen zu stellen. Dazu benötigt man einen Newsreader (z.b. Forteagent oder auch E-Mail Programme wie MS Outlook oder NS Messanger) und einen Newsserver. Es wird der nächstgelegene Server zugeteilt der die Newsgroup hostet. Über das NNTP erfolgt die Verteilung der News auf die zuständigen Newsserver. Für das Senden von neu eingegangenen News sind die Daemons NNTPSEND und NNTPXMIT zuständig (push). NNTPD und NNTPXFER sind für das Empfangen von News auf einen Server zuständig (pull). Der Systemadministrator legt die gewünschten Newsgroups auf dem Server fest und kann auch bestimmen, wie lange die News auf dem Server abrufbereit ist. Bei Ankunft einer News wird diese jedem weiteren bekannten Newsserver angeboten. Der angesprochene Server überprüft anhand einer Loste, ob er vom Sender News empfangen darf. Ist dies nicht der Fall wird angenommen, dass es sich um einen Client handelt, der News abrufen will.
Die News werden auf dem entsprechenden Newsserver gespeichert. Der Name einer Newsgroup besteht im Allgemeinen aus deren Themengebieten, die in hierarchischer Form durch einen Punkt getrennt sind. Am Anfang kann die Landeskennung verwendet werden um die Newsgroup lokal zu spezifizieren (de.comp.lang.javascript ist eine JavaScript Newsgroup)
Gesucht wird die IP-Adresse des eigenen Rechners:
Wird die IP-Adresse nicht lokal gehalten (z.B. bei Diskless Workstations), so wird über RARP (oder BOOTP) die eigenen IP-Adresse bei einem RARP-Server (oder BOOTP-Server) angefragt (RARP Request), der anhand der MAC-Adresse des anrufenden Rechners mit dessen IP-Adresse antwortet (RARP Reply).
UDP steht für "User Datagram Protocol". UDP ist ein sehr einfach aufgebautes Protokoll, welches erlaubt, Daten über ein Netzwerk zu transportieren. UDP ist standartisiert durch RFC 768 .
Source- und Destination-Port (je 16 Bit): Geben an, von welchem Port sie gesendet wurden, und auf welchen Port sie gesendet werden.
Länge (16 Bit): Gibt die Anzahl Bytes (Maximal 65535) des Datenblockes an.
Checksum (16 Bit): Ist eine Zahl, die durch die Addition der Einerkomplemente aller 16-Bit-Zahlen des Headers (ohne die Checksum) errechnet wird.
Mit UDP werden normalerweise nur Datenblöcke übertragen, für die es nicht zwingend notwendig ist, dass alle Daten korrekt ankommen. Dies sind hauptsächlich Multitaskinganwendungen. Die Informationen im Header sind aufs Nötigste beschränkt, somit kann beispielsweise auch keine Überlastungskontrolle stattfinden. Das einzige, das überprüft werden kann, ist, ob die Checksumme nach erhalt der Nachricht noch korrekt ist. Jedoch kann mit dem Ergebnis (entweder korrekt oder dann eben nicht korrekt) nicht gerade viel gemacht werden.
Für den direkten Austausch von Dateien wird das File Transfer Protocol verwendet. FTP wird oft bei File-Archiven eingesetzt und ermöglicht auch nichtregistrierten Usern Dateien vom Server zu kopieren.
Format für die Anfrage:
FTP [ip_address|host_name]
Ein registrierter User hat über einen Login und ein Passwort Zugang auf für ihn freigegebene Daten. Bei einem öffentlichen Fileserver kann man sich mit Login "ftp" und der E-Mailadresse anmelden bzw. auch mit dem Login "anonymous".
Folgende Befehle stehen nach der Verbindung u.a. zur Verfügung:
-
open: Neue Verbindung zum Host
-
close: Beendet die bestehende Verbindung
-
user: Anmelden mit Username (nach fehlgeschlagener Anmeldung)
-
dir,
ls: Anzeigen des Verzeichnisinhaltes
-
cd: Verzeichniswechsel
-
pwd: Anzeige des aktuellen Verzeichnisses
-
get: kopiert ein File vom FTP-Server (get remote_file_name local_file_name)
-
put: kopiert ein File auf den Server
-
quit: beendet FTP
Durch die RFCs werden alle Standards und Protokolle im Internet beschrieben. Sie sind jedem im Internet zugänglich. Die zugehörige Nummer (z.B. RFC0872 für TCP-on-a-LAN) ist eindeutig und wird nur einmal vergeben. Nach Vergabe der Nummer wird das zugehörige Dokument nicht mehr verändert.
Es gibt keine Organisation, die direkt für das Internet verantwortlich ist. Dadurch sind Arbeitsgruppen entstanden, die über RFCs versuchen Standards in den verschiedenen Bereichen festzulegen und somit die Entwicklung zu vereinfachen und zu beschleunigen.
Die wichtigste Organisation, die sich mit diesen Standards beschäftigt ist das "Internet Activities Board" (IAB). Sie ist für die Internet Standards und die Verwaltung der RFCs zuständig.
Das IAB hat zwei Unterorganisiationen gebildet, die IETF (Internet Engineering Task Force), sowie die IRTF (Internet Research Task Force). Die IETF ist für die Funktion des Internets sowie für die Lösung aller Protokoll- und Architekturfragen verantwortlich. Der Schwerpunkt der Entwicklung und der Forschung von neuen Technologien liegt bei der IRTF.
Die RFCs sind als Arbeitspapiere für die Gemeinschaft der Internet-Entwickler zu sehen und behandeln thematisch jedes Gebiet der Computer-Kommunikation. Der Status kann dabei von einem einfachen Informationspapier bis hin zur Spezifikation eines Standards variieren.
Sie lassen sich in folgende Kategorien einteilen:
-
Required: Voraussetzung für das Internet
-
Recommended/Suggested: wird sehr empfohlen (üblicherweise auch implementiert)
-
Elective: der Entwurf ist anerkannt aber kein Standard, Implementierung offen
-
Limited
Use: keine generelle Nutzung
-
Not
recommended: veraltet, nicht implementieren
-
Obsolete: nicht ausgearbeitet, keine Implementierung empfohlen
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